Auswirkungen von COVID auf das Mobilitätsverhalten

Credit: AdobeStock/Bernd Leitner

Ziele

Wie verändert sich das Mobilitäts- und Reiseverhalten von Menschen durch Krisensituationen? Wie können wir in Zukunft besser auf solche Situationen vorbereitet sein? Wirkt sich die Angst vor Ansteckung in öffentlichen Verkehrsmitteln auch langfristig auf deren Nutzung aus? Wie hat sich die Nutzung des Online-Handels während der Pandemie entwickelt? Und welche Folgen hat das vermehrte Arbeiten im Homeoffice auf die Mobilität? Diesen und weiteren Fragen werden auf Basis einer Pandemie-begleitenden Längsschnittstudie beantwortet.

Vorgehensweisen und Methoden

Grundlage der Arbeiten sind umfangreiche Primärdatensätzen, die seit Beginn der Pandemie erhoben werden. Im Rahmen einer Panel-Studie werden dieselben Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten befragt, um die Pandemie-bedingten Veränderungen des Verhaltens zu messen. Damit jede einzelne Online-Erhebung repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren ist, wird der Ausfall von wiederholt befragten Personen durch die Aufnahme neuer Probandinnen und Probanden ausgeglichen.

Inzwischen wurden über das Access Panel des Erhebungsinstituts Kantar GmbH fünf Erhebungen durchgeführt:

  • im Frühjahr 2020 vom 06.-10.04.2020,
  • im Sommer 2020 vom 29.06.-08.07.2020,
  • im Herbst 2020 vom25.11.-04.12.2020,
  • im Frühjahr 2021 vom 28.04.-10.05.2021 sowie
  • im Herbst 2021 vom 25.11.-08.12.2021.

Inhalte der Erhebung sind: Die Verkehrsmittelnutzung vor und während der Krise, die Mobilität in Zusammenhang mit Einkaufen, Arbeiten und Freizeit, private und dienstliche Reisen sowie Einstellungen und persönliche Strategien im Umgang mit der Krise. Für den Herbst 2021 ist eine fünfte Erhebung geplant.

Fokusgruppen runden die empirischen Analysen ab. In mehreren Gruppendiskussionen konnten die Ergebnisse der quantitativen Befragungen tiefergehend hinterfragt und die Gründe für individuelle Verhaltensmuster bestimmt werden. Schwerpunkt der bisherigen Diskussionen waren die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und das Arbeiten im Homeoffice.

Ergebnisse

Auf den folgenden Seiten sind die Ergebnisse der vier Online-Erhebungen dargestellt:

DLR-Befragung: Wie verändert Corona unsere Mobilität? | DLR Verkehr

Zweite DLR-Befragung: Wie verändert Corona unsere Mobilität? | DLR Verkehr

Dritte DLR-Befragung: Wie verändert Corona unsere Mobilität? | DLR Verkehr

Vierte DLR-Befragung: Wie verändert Corona unsere Mobilität? | DLR Verkehr

Fünfte DLR-Befragung: Wie verändert Corona unsere Mobilität? | DLR Verkehr

Darüber hinaus sind folgende Publikationen entstanden:

Kolarova, Viktoriya; Eisenmann, Christine; Nobis, Claudia; Winkler, Christian; Lenz, Barbara (2021): Analysing the impact of the COVID-19 outbreak on everyday travel behaviour in Germany and potential implications for future travel patterns. In: European Transport Research Review, 13(1), S. 1-11.

Nobis, Claudia; Eisenmann, Christine (2021): Die Folgen der Corona-Pandemie für den ÖPNV – Ergebnisse einer Langzeitstudie zur Mobilität. In: DER NAHVERKEHR 1+2/2021, S. 10-15.

Eisenmann, Christine; Nobis, Claudia; Kolarova, Viktoriya; Lenz, Barbara; Winkler, Christian (2021): Transport mode use during the COVID-19 lockdown period in Germany: The car became more important, public transport lost ground. In: Transport Policy 103 (2021). S. 60–67.

Nobis, Claudia (2021): Covid-19: Veränderungen des Mobilitätsverhaltens. Earth System Knowledge Platform [eskp.de], 8. doi:10.48440/eskp.065.

Nobis, Claudia; Eisenmann, Christine; Kolarova, Viktoriya; Winkler, Christian; Lenz, Barbara (2020): Mobilität in Zeiten der Pandemie – Auswirkungen von Corona auf Einstellungen und Mobilitätsverhalten. In: Internationales Verkehrswesen (72), 3/2020, S. 94-97.

Lenz, Barbara; Nobis, Claudia; Eisenmann, Christine (2020): Wie wirkt sich die Krise auf das Mobilitätsverhalten aus? In: Informationen zur Raumentwicklung, 4/2020, S. 80-89.