Erfassungstechnik

Erfassungstechnik Testfeld Niedersachsen
©DLR Erfassungstechnik Testfeld Niedersachsen

Die Ziele der Erfassungstechnik bestehen zum einen in der präzisen Erfassung von Fahrzeugen und anderen Objekten im Verkehrsraum mit Hilfe von Sensorsystemen. Zum anderen können aus der Analyse verkehrsrelevanter Ausschnitte des Erfassungsbereichs, insbesondere Fragestellungen zur Funktionsauslegung und zum Testen automatisierter und vernetzter Straßenfahrzeuge auf Autobahnen erforscht werden.

Mit der durchgängigen Detektion (24/7, über alle Jahreszeiten und alle Witterungssituationen hinweg) aller Verkehrsteilnehmer entlang eines festen Streckenabschnittes wird eine Basis zur ganzheitlichen Bewertung (im Sinne eines Ground Truth) sowie zur Entwicklung neuer Assistenz- und Automationssysteme ermöglicht.

Dieser Streckenabschnitt auf der A39 bildet den Schwerpunkt des Testfeldes Niedersachsen. Die dort montierte Erfassungs- und Kommunikationstechnik ist aber über die mobilen Aufbauten überall auf dem Testfeld Niedersachsen in Kampagnen einsetzbar.

Basisdaten der Erfassungstechnik:

  • Streckenlänge circa 7,5 km, A 39, Bereich Anschlussstelle Cremlingen bis Autobahnkreuz Wolfsburg/ Königslutter
  • Hochauflösende Stereo-Kamera-Systeme und IR-Module, montiert auf bis zu 71 Trägermasten
  • Genauigkeit der gemessenen Fahrzeugpositionen durchschnittlich 25 cm
  • Montage zusätzlicher Car2X-Kommunikationstechnik auf einigen der Trägermasten
  • lokale und segmentierte Datenaggregation sowie Bereitstellung der aggregierten Daten als Service für Analyse oder Online-Support automatischer Fahrmanöver
  • Anbindung der Sensorik und der mobilen Aufbauten an Hintergrundsysteme
  • Anbringung der Sensorköpfe in circa 8 m Höhe über der Fahrbahn für ideale Erfassungs- und Abstrahlcharakteristik